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Was ist Diabetes Mellitus ?                                         

Die lateinische Bezeichnung bedeutet honigsüßer Durchfluss und beschreibt die Hauptsymptome der Stoffwechselkrankheit: verstärkter Harndrang und vermehrte Ausscheidung von Zucker im Urin.

In der Fachsprache ist es der Sammelbegriff für eine Störung des Stoffwechsels, deren Leitbefund die chronische Überzuckerung des Blutes ist (Hyperglykämie). Je nach Krankheitsursache unterscheidet man verschiedene Typen (siehe Ursachen).

 

Ursachen:

Entweder ein relativer oder absoluter Insulinmangel, eine Insulinresistenz oder gar beides. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt nach folgenden Krankheitstypen auf:

  • Typ 1 (auch Jugenddiabetes genannt): absoluter Insulinmangel aufgrund meist autoimmunologisch bedingter Destruktion (Zerstörung) der Inselzellen bzw. ß-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas); betroffen sind i.d.R. junge schlanke Menschen bzw. Kinder. Damit es zum Ausbruch kommt, muss eine genetische Veranlagung vorliegen und eine Vireninfektion vorausgehen. Die Viren lösen dann die autoimmune - d.h. durch das eigene Immunsystem verursachte - Zerstörung der Beta-Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse aus. In der Folge kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren und liefern*
  • *einige Zeit nach Manifestation kommt es zur sog. Remissionsphase (auch “Honeymoon-Phase” genannt): Der Insulinbedarf nimmt wieder ab, da die insulinproduzierenden Betazellen zunächst eine Erholung erfahren , um dann endgültig den “Dienst zu quittieren” (sozusagen ein letztes Aufbäumen). In dieser Zeit, die einige Wochen bis zu Monaten dauern kann, ist es sehr schwer eine gute Insulin-Therapie-und Blutzucker-Einstellung zu erreichen

  • Typ 2 (auch Altersdiabetes genannt): Insulinresistenz verursacht relativen Insulinmangel, in der Folge nachlassende und/oder versagende Insulinproduktion. Auch hier muss eine genetische Veranlagung vorliegen. Gesundheitsbewusste Ernährung verzögert den Ausbruch, kann ihn aber nicht verhindern. Fettleibigkeit unterstützt dagegen den frühzeitigen Ausbruch.
      • Typ 2A: meist schlanke/normalgewichtige Menschen und alle Altersgruppen
      • Typ 2B: meist ältere und/oder übergewichtige Menschen
  • Typ 3: hierunter fallen alle anderen spezifischen Formen
      • Typ 3A: Betazellen genetisch gestört
      • Typ 3B: genetisch bedingte Insulinresistenz
      • Typ 3C: Bauchspeicheldrüse erkrankt/zerstört
      • Typ 3D: Diabetes durch hormonelle Störungen
      • Typ 3E: Diabetes durch Chemikalien oder Drogen verursacht
      • Typ 3F-H: weitere spezielle Ursachen
  • Typ 4: Schwangerschaftsdiabetes

 

Auf den folgenden Seiten dieser Rubrik gehen wir näher auf die Thematik ein:

 

 

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