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Kontinuierliche subkutane Insulininfusion: Pumpentherapie (CSII)
Bei dieser Therapieform wird eine Insulinpumpe anstatt einer Spritze oder eines Pen verwendet. Die Insulinpumpe ist ein kleines Infusionsgerät (ca. Zigarettenschachtelgröße), das mit dem Körper über einen Katheter und eine Nadel verbunden ist. Der Katheter muß alle zwei bis drei Tage gewechselt werden.
Die Basalrate wird ständig (rund um die Uhr) in kleinen vorprogrammierten Mengen automatisch an den Körper abgegeben. Zu den Mahlzeiten wird über einen Knopf eine zusätzliche Menge Insulin (Bolusgabe) zur Abdeckung der Kohlenhydrate und evtl. zur Korrektur einer Entgleisung des Blutzuckers abgegeben.
Diese Therapieform kommt der Insulinfreisetzung des gesunden Menschen am nächsten und ist deshalb die derzeit fortschrittlichste aller Therapiemöglichkeiten.
Die Vorteile Punkt für Punkt:
- sehr gute Einstellbarkeit auf Bewegungsunterschiede durch Senken oder Anheben der Basalrate
- sehr genaue Dosierbarkeit der Bolus- (vor Mahlzeiten) und Basalgabe
- bessere Steuerung des Dawn und Dusk-Phänomens (Insulin-Versorgung auch tageszeitenoptimiert)
- bessere Eingriffsmöglichkeiten bei hohen Stoffwechsel-Schwankungen
- Insulinreduktionsmöglichkeit vor sportlicher Betätigung (--> für Leistungsportler sehr interessant) auch ohne Gewichtszunahme durch zusätzliche Sport-BE (Zwangskohlenhydrate)
- geringeres Unterzuckerungsrisiko
- geringeres Überzuckerungsrisiko
Insulinpumpen sind für nachfolgenden Personenkreis zu empfehlen:
- Sportler
- Schichtarbeiter oder Menschen mit stark wechselndem Tagesablauf
- Diabetiker mit ausgeprägtem DAWN-Phänomen
- Diabetiker mit häufigen Unterzuckerungen (Hypoglykämien)
- Diabetiker mit sehr hohem oder sehr niedrigem Insulinbedarf
- Diabetiker, bei denen eine sorgfältige Anwendung der ITC fehlschlägt und weiterhin hohe BZ-Schwankungen verzeichnen
Voraussetzungen für eine Pumpentherapie:
- die intensivierte Insulintherapie (ITC) muß sicher beherrscht werden
- Bereitschaft zur mehrmaligen Blutzuckermessung täglich (wie bei ITC)
- Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem betreuenden Ärzte- und Betreuungsteam
- sorgfältige und detaillierte Einweisung (spezielle Pumpenschulung)
- Technikverständnis
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